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Schlussakkord – Eine feste Burg ist unser Gott

Das Finale ist versöhnlich. Begraben sind Streit und Hader zwischen den beiden christlichen Religionen im Jubiläumsjahr der Reformation. Ökumenische Zusammenarbeit wird Alltag. Der evangelische Bachchor singt gemeinsam mit dem katholischen Vokalensemble St. Paulin und dem Trierer Domchor den 100. Psalm von Max Reger in D-Dur. Die spätromantische Vertonung begann Reger 1908, die Uraufführung des viersätzigen Werkes fand 1919 statt. Eine feste Burg ist unser Gott, die „Hymne der Reformation“, die Martin Luther selbst gedichtet und vertont haben soll, verbindet jeweils im letzten Satz Regers 100. Psalm mit Felix Mendelssohn Bartholdys Reformationssinfonie (Nr. 5 D-Dur/d-Moll). 1830 zum 300. Jubiläum der Confessio Augustana - dem Jahrestag der Formulierung des lutherischen Glaubensbekenntnisses - komponiert, fand die Uraufführung erst 1832 in Berlin statt. Damals ohne nachhaltigen Erfolg. Wie groß der Jubel bei Albert Beckers Uraufführung der Reformationskantate 1883 war, weiß niemand mehr. Obwohl sie als musikalisch abwechslungsreich gilt, mit anspruchsvollem Chorsatz und aufwendiger Orchestrierung, geriet die grandiose Kantate Anfang des 20. Jahrhunderts in Vergessenheit. Becker, ein Zeitgenosse Brahms, schrieb sein Werk zum 400. Geburtstag Martin Luthers, dem 10. November 1883. Wiederentdeckt wurde das Werk erst 2012.

Eine Veranstaltung des Mosel Musikfestivals unter Mitwirkung des Philharmonischen Orchesters der Stadt Trier.
Tickets und Ticketinformationen sind auf der Website des Mosel Musikfestivals erhältlich.

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Leitung

Dirigent: Martin Bambauer

Besetzung

Philharmonisches Orchester

Termine

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