Anna Schoeck

Sopran

Als „machtvoller Sopran und darstellerisch gleichermaßen beeindruckend“ beschreibt das Fachmagazin Das Opernglas Anna Schoeck, die ein vielschichtiges Repertoire an Opern- und Konzertmusik vorweisen kann. Zuletzt war sie 2025 an der Deutschen Oper Berlin als Jungfer Anna in Tobias Kratzers Neuinszenierung von Richard Strauss` Intermezzo unter der musikalischen Leitung von Donald Runnicles zu erleben.

Höhepunkte ihrer bisherigen Karriere waren die regelmäßige Zusammenarbeit mit der Oper Leipzig (Mimí/ La Bohème und Contessa/ Le Nozze di Figaro), ihr Engagement als Mariana in Wagners Das Liebesverbot in einer Kooperation der Bayreuther Festspiele mit der Oper Leipzig (unter der musikalischen Leitung von Constantin Trinks) sowie die Opéra National du Capitole de Toulouse, an der sie im Tannhäuser (Hirt) unter der musikalischen Leitung von Hartmut Haehnchen sowie Tiefland (Nuri) reüssierte.

Europaweit arbeitete sie außerdem mit der Staatsoper Unter den Linden am Teatr Wielki Poznan unter der musikalischen Leitung von Sebastian Weigle, debütierte am Teatro Massimo di Palermo in der der Zauberflöte (Erste Dame) und Teatro Guiseppe Verdi Trieste in Das Liebesverbot (Mariana).

Als Ensemblemitglied des Landestheaters Schleswig-Holstein gestaltete sie seit 2012 eine Vielzahl an Rollen ihres Fachs, darunter Senta (Der fliegende Holländer), Manon Lescaut, Mimí (La Bohème), Jenny (Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny), Donna Elvira (Don Giovanni), Sonja (Raskolnikoff), Tatjana (Eugen Onegin), Tochter (Cardillac), Antonia (Hoffmanns Erzählungen) und Amanda (Le Grand Macabre). 2019 wurde sie mit dem Künstlerpreis der Flensburger Theaterfreunde für ihre herausragende Leistung ausgezeichnet.

Schoeck erhielt früh Gesangs- und Geigenunterricht. Nach privatem Unterricht bei Ruth Grünhagen in Düsseldorf studierte sie Gesang an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin bei Prof. Heidrun Franz-Vetter, der sie auch weiterhin künstlerisch verbunden ist. Während des Studiums folgten Preise des Bundeswettbewerbs Berlin Junior sowie Stipendien der Richard-Wagner-Stiftung für die Bayreuther Festspiele 2008 und von 2007–2011 der Franz-Joseph-Weisweiler-Stiftung an der Deutschen Oper Berlin, wo sie u.a. als Pamina (Die Zauberflöte), Gretel (Hänsel und Gretel), St. Catharina (Jeanne d´Arc – Szenen aus dem Leben der heiligen Johanna von Walter Braunfels nach einem Konzept von Christoph Schlingensief), La Novice (Marie Victoire von Ottorino Respighi) und als Hirt (Tannhäuser) unter der musikalischen Leitung von Donald Runnicles debütierte. Es folgten u. a. Kooperationen mit dem Künstlernetzwerk Phase7 und der Deutschen Oper Berlin mit Himmelsmechanik – Eine Entortung, eine begehbaren Operninstallation. Weitere Engagements führten sie an die Semperoper Dresden als Cover für die ZDF-Silvesterkonzerte unter der musikalischen Leitung von Christian Thielemann.

Als Konzertsolistin sang Anna Schoeck die Sopranpartie in der 2. Sinfonie von Gustav Mahler mit dem Orchestre National des Pays de la Loire in Nantes. Weitere Höhepunkte waren Mendelssohns Elias im Konzerthaus Berlin und Die Schöpfung in der Philharmonie Minsk, ferner debütierte sie als Deborah in Händels gleichnamigem Oratorium in Krakow und war als Sopransolistin in Brittens War Requiem mit dem Schleswig Holsteinischen Sinfonieorchester im Deutschen Haus Flensburg zu hören.

2023/24 folgte Schoecks Debüt am Staatstheater Darmstadt: als Antonia (Les contes d`Hoffmann) und Desdemona (Otello) unter der musikalischen Leitung von Daniel Cohen. Im deutschen Fach gestaltete sie zuletzt am Theater Münster unter gefeierter Presse die Gänsemagd in Humperdincks Königskinder.

Mehr Infos unter www.anna-schoeck.com 

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