Symphoniekonzert 5 - Tschaikowskys Violinkonzert
Russische Hochromantik - das scheint doppelt gemoppelt, gilt doch die russische Musik des 19. und 20. Jahrhunderts als Inbegriff einer leidenschaftlichen, äußerst emotionalen, eben hochromantischen Tonsprache. Einige der mitreißendsten Beispiele dafür haben wir für Sie im 5. Sinfoniekonzert zusammengestellt. Liadov ist zwar nicht der bekannteste Komponistenname dieser Ära, aber seine fantasievollen Orchesterwerke erfeuen sich seit jeher - berechtigter! - Beliebtheit bei Ausführenden wie Publikum. Die scherzohaft vertonte Launenhaftigkeit der sagenhaften Hexe Baba Yaga findet sich des öfteren auf Konzertprogrammen, mit Liadovs letztem Orchesterstück, dem Trauergesang Nénie, stellen wir Ihnen eine hörenswerte Ratität vor. Rachmaninovs späte Symphonische Tänze sind ein letztes Aufbäumen jener glutvollen russischen Romantik. Mitten im 20. Jahrhundert in den USA entstanden, vereinen sie symphonischen Anspruch mit Rachmaninovs ureigener Melodik im fast filmmusikalischen farbigen Instrumentalgewand. Im Mittelpunkt des Sinfoniekonzerts steht mit Tschaikowskys Violinkonzert ein echter Reißer auf dem Programm. Das Konzert stellt einen absoluten Gipfel des Virtuosenkonzerts dar: Der technisch extrem anspruchsvolle Solopart verlangt den Solisten obendrein höchste gestalterische Ausdruckskraft ab, denn dieses Konzert besticht auch mit überwältigenden Tschaikowskyschen Kantilenen.Wir freuen uns mit Ioana Cristina Goicea die ideale Interpretin für diese Eiger-Nordwand unter drn Violinkonzerten gewonnen zu haben.
Anatol Liadov (1855 – 1914)
Baba Yaga op. 56
Symphonische Dichtung für Orchester
Nénie op. 67
Trauerlied für Orchester
Peter Tschaikowsky (1840 – 1893)
Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 35
Sergej Rachmaninov (1873 – 1943)
Symphonische Tänze op. 45