Schauspiel von Thornton Wilder
Wir sind noch einmal davongekommen
Schauspiel von Thornton Wilder
Ein Stück Menschheitsgeschichte am Beispiel einer Vorstadt-Familie, die sich einschließlich ihrer Hausangestellten durch die Jahrtausende hindurch gegen Krisen und Katastrophen behauptet. In Konfrontation mit dem Einbruch der Eiszeit, später einer Sintflut und schließlich einem Weltkrieg versuchen die Antrobus’ mit dem Dienstmädchen Sabina, ihr Überleben zu sichern. Zwischen den frierenden Haustieren im Vorgarten – einem Mammut und einem Dinosaurier – sowie den ewigen Nörgeleien der Kinder Gladys und Henry am Frühstückstisch entfaltet sich ein absurdes, komisches und zutiefst menschliches Spektakel.
Es ist eine Feier des Überlebenswillens: Mal rettet sie die Erfindung des Rades, mal die Weisheit alter Bücher, mal schlicht ein Quäntchen Glück. So gelingt es dieser Familie mehr oder weniger knapp, aber doch immer wieder, davonzukommen. Auch das größte Unglück können sie einigermaßen unbeschadet überstehen. Fröhlich geht es also voran mit der Menschheitsfamilie Antrobus, die neben lebensbedrohlichen durchaus auch innerfamiliäre Konflikte zu bewältigen hat – wie im richtigen Leben eben.
Durch viele Brüche in der Spielform, Reflexionen über das Theater und skurrile Vermischung der Epochen bleibt in dieser satirischen Parabel viel Raum für Kommentare, Selbstbeobachtung, Aktualität und sehr viel absurden Humor.
Ich will doch nur die Möglichkeit haben, neue Welten aufzubauen.